Mannheimer Volkspartei (MVP)

Die 48 Kandidatinnen und Kandidaten umfassende Liste der Mannheimer Volkspartei ist wohl die größte Überraschung bei der diesjährigen Kommunalwahl.

Einzelstadtrat Julien Ferrat, von vielen Mannheimern und dem politischen Establishment als Querkopf abgetan, hat es augenscheinlich ohne große Probleme geschafft, eine Liste auf die Beine zu stellen. Und laut seiner Aussage, ist nicht ein Verwandter darunter.

Stattdessen finden sich ein, zwei bekannte Gesichter auf der Liste wieder. Auf Platz 21 kandidiert Martin Marino-Haffner, der bei der Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis Mannheim für die Freien Wähler antrat. Auf Listenplatz 26 kandidiert Gerd Wilde, der bei der Mannheimer Oberbürgermeisterwahl im Jahr 2007 als unabhängiger Kandidat immerhin 998 Wählerinnen und Wähler mobilisierte, was damals 1,27 Prozent ausmachte. Peter Kurz siegte damals klar gegen Ingo Wellenreuther und wurde erstmals Oberbürgermeister in Mannheim.

Auf den stadtweit hängenden Wahlplakaten wirbt Ferrat mit dem Spruch: „Gegen Langeweile im Stadtrat.“ Damit bringt er es auf den Punkt: Man kann sich an ihm reiben, langweilig wird es mit seinen zahlreichen Anträgen und Aktionen nicht. „Volkspartei“ ist immer noch ein großes Wort, Ferrat hat aber bewiesen, dass die MVP mehr ist, als er.

Zwar werden Oberbürgermeister Peter Kurz und Stadtrat Julien Ferrat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit  in diesem Leben keine Freunde mehr werden, genau so sicher erscheint jedoch der Wiedereinzug von Ferrat bei der Kommunalwahl. Er selbst hat größere Ziele und plant mit bis zu vier Mitgliedern in den Stadtrat einzuziehen.

Link: http://www.mannheimer-volkspartei.de/