Katharina Dörr & Sonja Ritter | CDU

Mama Picknick

Der Himmel ist grau, es windet und jeden Moment kann es anfangen zu regnen. Stadträtin Katharina Dörr und Sonja Ritter haben auf dem Spielplatz Glückstein Quartier auf dem Lindenhof zum Mama Picknick eingeladen.

Es gibt Gemüsesticks, Rhabarber Muffins, und einen Kastenkuchen; beides natürlich zuckerreduziert. Das schlechte Wetter fordert seinen Tribut: es sind weniger junge Familien gekommen als erwartet. Während die Frauen politische Diskussionen führen kümmern sich die Väter um die Kinder. Gelebte Emanzipation bei der CDU.

Vor fünf Jahren hätte man sich diese Szene kaum vorstellen können. Schon damals fiel Dörr auf. Jedoch weniger durch eine interessante Veranstaltung, sondern vielmehr durch ihre Fäuste, die einem kampfbereit von ihren Plakaten entgegen reckten: „Voll auf die zwölf!“ so lautete das Motto der auf Listenplatz zwölf kandidierenden JU´lerin.

Kämpferisch ist sie immer noch, aber der Focus hat sich verändert. Ausreichende, bedarfsorientierte und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung sind der jungen Mutter heute wichtig. Dies ist auch eines der Kernthemen, mit denen die CDU im diesjährigen Wahlkampf punkten möchte. Die beiden Bewerberinnen wollten keine „klassische Standardveranstaltung wie einen Frühschoppen oder Stammtisch veranstalten“, sagte Dörr. Beide sind Mütter, so entstand die Idee zum Mama Picknick, auf dem jedoch auch Väter willkommen seien.

Die jungen Politikerinnen sind bei dem Thema auch Betroffene: beide mussten ungefähr ein halbes Jahr auf einen Krippenplatz warten und die Elternzeit entsprechend verlängern. „Ich habe noch niemanden getroffen, bei dem es von Anfang an geklappt hat“, erklärt Ritter das Ausmaß des Problems. Vernetzung und Engagement seien die Schlüssel zum Erfolg, denn „steter Tropfen höhlt den Stein“, ist sich Ritter sicher.

Immer wieder kommt Kritik an der Arbeitsweise des städtischen Meki-Systems auf, bei dem Familien beispielsweise keine Absage erhalten und so verunsichert zurückblieben: „Dass Eltern keine Ahnung haben, wo sie auf der Liste stehen, wie ihre Chancen auf einen Platz sind, ist einfach schlecht. Für Eltern ist das oft intransparent“, sagte Dörr.

Mittlerweile ist ein Vertreter der Elterninitiative Lindenhof [https://www.lindenhofeltern.de/] eingetroffen, der die aktuelle Unterversorgung anhand von offiziellen Zahlen verdeutlicht. Anfang Januar fehlten stadtweit 500 Krippenplätze. Im Gegenzug beschloss der Gemeinderat 210 neue Krippen- und 550 Kindergartenplätze bis 2021 zu schaffen. Doch das reicht nicht. Insbesondere auf dem Lindenhof sei das Problem gravierend.Dörr und Ritter sehen sich bestätigt und versprechen, sich weiter in den politischen Gremien für die flexible, bedarfsorientierte und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung einzusetzen.

 

Katharina Dörr

Stadträtin seit 2016

CDU

Listenplatz 3

Stadtteil: Lindenhof

 

Sonja Ritter

CDU

Listenplatz: 37

Stadtteil: Lindenhof